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💗 Selbstmitgefühl – der leise Mut, zu dir selbst zu stehen

Neulich sagte mir jemand:„Ich kann Mitgefühl für andere empfinden – für mein Kind, meine Freunde, sogar für Kolleg:innen, die mich verletzen. Aber für mich selbst? Da geht sofort ein Rollladen runter.“

Und ich musste nicken.Denn das kenne ich.Vielleicht du auch?

Wir lernen früh, hart mit uns zu sein. Fehler zu vermeiden. Nicht zu viel zu fühlen. Nicht zu viel zu sein.Wir werden zu unseren strengsten Richtern.Aber was wäre, wenn wir stattdessen zu unseren verlässlichsten Verbündeten werden könnten?


Was Selbstmitgefühl ist – und was nicht

Es geht nicht um Selbstmitleid.Nicht um ein „Ach, ich armes Ding “Sondern um ein inneres „Ich sehe dich. Ich verstehe, dass es gerade schwer ist. Und ich bleibe.“

Es geht um Freundlichkeit sich selbst gegenüber. Gerade in Momenten, in denen wir glauben, es am wenigsten verdient zu haben.


Was Studien sagen

Die Psychologin Dr. Kristin Neff erforscht Selbstmitgefühl seit vielen Jahren. Ihre Studien zeigen:

  • Selbstmitgefühl senkt Angst, Depressionen und Scham.

  • Es fördert Resilienz, emotionale Ausgeglichenheit und das Gefühl von Sicherheit in uns selbst.

  • Und – vielleicht am überraschendsten: Es macht uns nicht schwächer, sondern stärker.

Denn Selbstmitgefühl aktiviert unser Bindungssystem – es beruhigt unser Nervensystem auf physiologischer Ebene. Mehr Oxytocin, weniger Cortisol.

🧠 Quellen u.a.:– Neff, K. D., & Germer, C. K. (2013). The Mindful Self-Compassion Program– Arch, J. J., & Craske, M. G. (2010). Self-compassion reduces anxiety and increases adaptive coping.


Eine kleine Praxis, wenn du es probieren willst

Wenn du magst, schließ für einen Moment die Augen.

Stell dir jemanden vor – Mensch oder Tier – den du liebst. Bedingungslos.Lass dieses Gefühl in dir aufsteigen. Spüre es.Wo fühlst du es im Körper?Welche Farbe hat es?Welche Temperatur?

Jetzt stell dir vor, du richtest dieses Gefühl auf dich selbst.Du brauchst nichts zu leisten, nichts zu verbessern.Nur empfangen. So wie du bist. Punkt!


Und wenn du scheiterst?

Wunderbar. Dann übst du.

Wir sind nicht hier, um perfekt zu sein. Wir sind hier, um ganz zu sein. Und Ganzsein bedeutet: mit unseren wunden Stellen, mit unserer Sehnsucht, mit unserer Stärke.


Vielleicht brauchst du diesen Satz heute:

Du darfst gut zu dir sein.Auch – und gerade – wenn du glaubst, du hast es nicht verdient.

💬 Schreib mir gern in die Kommentare: Was hindert dich am meisten daran, freundlich zu dir zu sein?


 
 
 

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