🛁 „Ich mach jetzt mal Selfcare... und nein, das ist keine Ausrede fürs Nichtstun!“
- isabellpohldd
- 11. Apr. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum echte Selbstfürsorge weder Ego-Trip noch Schaumbad ist – und warum wir trotzdem so oft damit scheitern.
1. Selbstfürsorge – klingt nett, macht aber niemand so richtig
Selbstfürsorge. Klingt wie etwas, das man tun sollte. So wie: Gemüse essen. Genug schlafen. Die Steuer machen.Und was tun wir stattdessen?➡️ Noch schnell ein paar E-Mails um 22:38 Uhr beantworten.➡️ Dem Kumpel beim Umzug helfen – obwohl man selbst gerade seelisch auf dem letzten Zahnfleisch kriecht.➡️ Instagram durchscrollen und sich fragen, wie zur Hölle all diese Leute scheinbar jeden Tag Yoga machen, Journaling betreiben und dabei aussehen wie aus einem Retreat-Katalog.
Spoiler: Selbstfürsorge ist nicht gleich Selfie mit Tonerde-Maske. Und auch nicht immer angenehm.
2. Warum echte Selbstfürsorge sich manchmal wie ein Stimmungskiller anfühlt
Die unbequeme Wahrheit:Selbstfürsorge ist nicht immer sexy. Es heißt manchmal eben auch:
Nein sagen, obwohl du Angst hast, jemanden zu enttäuschen.
Ins Bett gehen, obwohl Netflix fragt: „Bist du noch da?“
Sich Hilfe holen, statt den/die „Starke“ zu spielen.
Und warum tun wir’s so selten?
Weil viele von uns gelernt haben, dass Selbstfürsorge = Egoismus ist. Dass man erst an andere denken sollte. Dass „ich brauche eine Pause“ Schwäche bedeutet.
➡️ Newsflash: Das Gegenteil ist der Fall.
3. Selbstfürsorge ≠ Selbstsucht: Wo ist eigentlich der Unterschied?
Hier ein kleiner Realitätscheck:
Selbstfürsorge | Selbstsucht/Ego-Trip |
Ich lade meine Akkus auf, damit ich für andere da sein kann | Ich denke nur an mich, egal wie’s anderen geht |
Ich kenne meine Grenzen und kommuniziere sie | Ich manipuliere, um meinen Willen zu bekommen |
Ich tue mir gut – ohne andere klein zu machen | Ich erhöhe mich auf Kosten anderer |
💡 Selbstfürsorge ist wie ein Sicherheitsgurt im Flugzeug: Du setzt ihn dir zuerst auf, damit du im Notfall anderen helfen kannst.
4. Okay, klingt gut. Aber wie fange ich an?
Stell dir regelmäßig die Frage: Was brauche ich gerade wirklich? (Spoiler: Manchmal ist es Ruhe. Manchmal Pizza.)
Schreib’s dir auf. So entlarvst du Ausreden à la „Ich hab dafür keine Zeit“.
Übe dich im liebevollen Nein-Sagen. Auch „Ich melde mich später“ ist okay.
Mach's regelmäßig – nicht nur wenn's brennt.
5. Fazit: Du darfst dir wichtig sein. Punkt.
Echte Selbstfürsorge ist radikal – gerade in einer Welt, die dich gern beschäftigt, verfügbar und angepasst hätte.Aber du bist nicht hier, um auszubrennen wie eine Kerze am Adventskranz.Du bist hier, um dich zu leben. Echt. Mitfühlend. Und manchmal mit Haarkur im Dutt und einem Buch in der Hand.







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