Glaubenssätze über Emotionen – Zeit für ein Update!
- isabellpohldd
- 14. März 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wer kennt sie nicht? Phrasen wie: "Reiß dich zusammen!", "Gefühle sind irrational!", oder mein persönlicher Favorit: "Ein Indianer kennt keinen Schmerz!" (was übrigens biologisch gesehen kompletter Unsinn ist). All diese Sprüche haben eines gemeinsam: Sie sind Glaubenssätze über Emotionen – und in aller Regel ziemlich überholt. Aber wie entstehen solche Überzeugungen eigentlich, welche Rolle spielen sie in unserem Leben, und warum ist es höchste Zeit, sie zu hinterfragen?
Wie entstehen Glaubenssätze?
Glaubenssätze sind wie die vorinstallierten Apps auf deinem Smartphone – du hast sie dir nicht bewusst ausgesucht, aber du benutzt sie trotzdem ständig. Sie entstehen durch Erfahrungen, Erziehung, Gesellschaft und Kultur. Schon als Kinder beobachten wir, wie unsere Eltern oder Bezugspersonen mit Emotionen umgehen. Wenn Mama immer sagt: „Hör auf zu weinen, so schlimm ist das nicht!“, oder Papa lehrt, dass „starke Jungs nicht traurig sind“, dann speichert unser Gehirn das als Wahrheit ab. Diese inneren Überzeugungen laufen später in Dauerschleife und beeinflussen, wie wir unsere eigenen Emotionen bewerten und ausdrücken.
Welche Rolle spielen Glaubenssätze über Emotionen in unserem Alltag?
Glaubenssätze sind wie Filter, durch die wir die Welt wahrnehmen. Sie bestimmen, ob wir Emotionen als hilfreiche Wegweiser sehen oder als lästige Störungen, die unterdrückt werden müssen. Sie beeinflussen, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, wie wir sie bewerten und ob wir uns erlauben, sie authentisch auszuleben.
Manche dieser Überzeugungen sind hilfreich – aber viele sind veraltet und hindern uns daran, ein gesundes emotionales Leben zu führen. Sie können dazu führen, dass wir Gefühle unterdrücken, uns für unsere Emotionen schämen oder uns sogar selbst sabotieren.
Warum es an der Zeit ist, veraltete Überzeugungen zu hinterfragen
Die gute Nachricht ist: Ein Glaubenssatz ist keine unumstößliche Wahrheit, sondern einfach eine gelernte Überzeugung. Und was gelernt wurde, kann auch umgelernt werden. Das Gehirn ist ein ein Muskel, noch dazu neuroplastisch. Das heißt, wider dem, was wir so gern glauben, kann das Gehirn ein Leben lang lernen und sich entwickeln. Wenn das mal keine guten Nachrichten sind!
Hier sind ein paar Gründe, warum du deine emotionalen Glaubenssätze kritisch unter die Lupe nehmen solltest:
Viele Glaubenssätze sind schlichtweg falsch.Emotionen machen nicht schwach, sie machen menschlich. Wut ist nicht gefährlich, sondern ein Hinweis auf Grenzen. Traurigkeit ist kein Defekt, sondern ein Signal für Bedürfnisse.
Alte Muster halten dich zurück.Wenn du Emotionen ständig unterdrückst oder falsch interpretierst, verlierst du den Zugang zu dir selbst und deinen Bedürfnissen.
Ein bewusster Umgang mit Emotionen macht dich freier.Je besser du deine eigenen Gefühle verstehst, desto authentischer kannst du leben – ohne von alten Glaubenssätzen gesteuert zu werden.
Ausblick: Welche Glaubenssätze gehören auf den Prüfstand?
In den nächsten Beiträgen nehme ich typische, überholte Glaubenssätze über Emotionen unter die Lupe. Wir schauen uns an, woher sie kommen, warum sie problematisch sind – und vor allem, wie du sie loswerden kannst. Bleib dran, wenn du Lust hast, dein emotionales Mindset zu updaten!







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